"Sich im Sozialen Umfeld zu integrieren fällt manchem Jugendlichen besonders schwer"

Betreuen statt einsperren ist hier das Motto. Seit mehr als 30 Jahren haben sich ambulante sozialpädagogische Maßnahmen der Jugendhilfe für straffällige gewordene junge Menschen in Niedersachsen flächendeckend etabliert.

Wir führen folgende Maßnahmen an unseren Standorten durch:

Soziale Trainingskurse
Betreuungsweisungen
Gemeinnützige Arbeitsleistungen

www.landesarbeitsgemeinschaft-niedersachsen.de

Das vorrangige Ziel ambulanter sozialpädagogischer Angebote ist die Befähigung junger Menschen, mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen und gleichzeitig die individuellen Problemlösungskompetenzen zu verbessern. In der Gruppenarbeit werden Beziehungen aufgebaut und soziale Kompetenzen erworben. Die Inhalte und Methoden dieser Angebotsform orientieren sich an der Lebenswelt der jungen Menschen. Hinsichtlich der angestrebten Verhaltensänderung wird der soziale Trainingskurs in der Regel einmal in der Woche über eine Dauer von mindestens 3 Monaten angeboten.
Besonders bewährt haben sich soziale Trainingskurse mit handlungs-, erlebnis- und problemorientierten Anteilen:

  • In strukturierten Gesprächsrunden und mit Hilfe von Rollenspielen werden alltagspraktische Themen, wie z.B. Kontoführung und Geldangelegenheiten sowie Lebens- und Berufsplanung, behandelt. Aber auch die Straftaten, deren Hintergründe und Auswirkungen werden ebenso thematisiert wie z.B. Suchtverhalten und Sexualität.
  • Gemeinsame Aktionen, wie z.B. die Produktion von Videofilmen nach selbst erarbeiteten Drehbüchern, ermöglichen sowohl Problembearbeitung als auch Erfolgserlebnisse, die die Jugendlichen sonst nur selten bekommen.
  • Das Übernehmen von Verantwortung für sich und die Gruppe, das Einhalten von Regeln sowie Kontinuität sind wesentlicher Bestandteil eines jeden Trainingskurses.

Die Betreuungsweisung ist ein ambulantes pädagogisches Angebot, das straffällig gewordenen Jugendlichen und Heranwachsenden als Erziehungsmaßnahme per Weisung durch das Gericht auferlegt werden kann. Häufigkeit und Umfang der Betreuungstermine orientieren sich stark am Einzelfall.
Dadurch ist es möglich, gezielt die spezifischen Probleme des betreffenden Jugendlichen anzugehen und auch das soziale Umfeld in die pädagogische Arbeit mit einzubeziehen. Der junge Mensch wird unterstützt, seine Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Gemeinsam werden u. a. Probleme in den Bereichen Familie, Schule, Freizeit, Ausbildung und Arbeit angegangen.

Gemeinnützige Arbeitsleistungen sind ein ambulantes sozialpädagogischen Angebot, das straffällig gewordenen Jugendlichen und Heranwachsenden als Erziehungsmaßnahme per Weisung durch das Gericht auferlegt werden kann. Die Angebotspalette der Einsatzorte ist vielfältig. Welche Form des Arbeitseinsatzes die geeignete ist, wird im Einzelfall festgelegt. Hier erwerben die jungen Menschen neben handwerklichen Fertigkeiten auch grundlegende soziale Kompetenzen. Andere Arbeitseinsätze, wie z.B. das Entfernen von illegalen Graffitis als eine Form der Wiedergutmachung, stehen in direktem Zusammenhang mit dem Delikt.

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